Wolga

GAZ M-20 Pobeda

Der Vorgänger des Wolga, der Pobeda wurde 1944 vorgestellt und ab 1946 in Serie produziert.

GAZ M-21 Wolga

Der GAZ M-21 löste 1956 den GAZ M-20 Pobeda ab und wurde bis 1968 produziert. Er war der erste Wagen mit dem Namen Wolga. Vom Vorgänger wurden einige Baugruppen übernommen. Erstmals präsentiert wurde der Wagen 1955.

Es folgten einige Modifikationen des GAZ M-21 und ein Kombi (GAZ M-22).

Die zum Teil vom Pobeda übernommene technische Ausstattung (z.B. die 3-Gang-Schaltung) waren veraltet, in den späten 1960ern auch das Design des GAZ-21. Der Kraftstoffverbrauch des GAZ-21 war auch schon für damalige Verhältnisse enorm und stand in keinerlei Verhältnis zu den Fahrleistungen. In der Sowjetunion spielte dies jedoch eine untergeordnete Rolle, da Benzin billig war und der Wolga fast jede gebotene Spritqualität annahm und verarbeitete.

In den RGW-Staaten galt der Wolga zwar als Oberklassemodell, hatte jedoch nicht den Stellenwert eines Nobelautos. In der UdSSR wurde der Wolga meist als Behördenfahrzeug oder Taxi benutzt, wie auch in der früheren DDR. Der Wolga GAZ-21 wurde auch in westliche Länder exportiert und fand vor allem in den skandinavischen Ländern Kunden. Später wurden kleinere Stückzahlen aufgrund des Spritverbrauchs in Belgien bei Scaldia mit Dieselmotoren von Perkins und Peugeot ausgestattet.

GAZ-24 Wolga

1968 erfolgte die Ablösung durch das Modell GAZ-24, welches vom GAZ-21 noch die Achsaufhängungen übernahm.

Der GAZ-24 war ein besonders lange gebautes Modell. Er ähnelte ebenfalls US-amerikanischen Fahrzeugen jener Zeit. Wie seinen Vorgänger gab es auch ihn als Kombimodell 2402, dessen Produktionszahlen gegenüber der Limousine jedoch klein sind. Am Einsatzgebiet des Wolga änderte sich nichts. Die 24er-Reihe wurde bis 1992 produziert und diente als Grundlage für die Nachfolgemodelle 3102 (1982), 31029 (1992), 3110 (1997) und 31105 (2004).

GAZ-31 Wolga

Der Preis für einen Wolga lag 2008 in der einfachsten Ausstattung bei rund 8300 Euro. Obwohl der Preis speziell für einen Neuwagen günstig war, sind die Absätze in Russland zurückgegangen. Das letzte gefertigte Modell 31105 wurde seit 2004 produziert und war die fünfte Überarbeitung des Grundmodells GAZ-24 von 1968.

Suche nach einem Nachfolger

GAZ unternahm (mindestens) zwei Versuche, die altbewährte Modellreihe durch ein Nachfolgemodell abzulösen. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten Jahren der Sowjetunion und im Russland der 90er Jahre scheiterten diese aber.

GAZ 3105 Wolga

Die Arbeiten am GAZ 3105 begannen 1987. Er sollte die Lücke zwischen dem bisherigen Wolga und der Luxuslimousine Tschaika schließen.

Der Wagen war etwa 5,00 m lang und wurde von einem V8-Motor mit 3400 cm³ angetrieben. 1992 wurde der Wagen offiziell vorgestellt. Bis 1996 wurden aber nur 55 Stück hergestellt. Nach dem politischen Umbruch war die bisherige Funktionärsklasse als Abnehmer weggefallen. Die neue russische Oberschicht bevorzugte dagegen Importwagen.

Vorgesehen war auch, eine einfachere Version mit Vierzylindermotor zu bauen (GAZ 3103 und 3104), der dann den klassischen Wolga hätte ablösen können, doch wurde dieses Projekt nicht mehr realisiert.

GAZ 3111 Wolga

Einen neuen Versuch unternahm Wolga ab 1998. Der GAZ 3111 hatte eine völlig neugestaltete Karosserie. Die Motorisierung sollte durch den vom Vorgänger übernommenen Vierzylindermotor erfolgen, für höhere Ansprüche sollte ein V6-Motor von Toyota hinzugekauft werden.

1999 wurde dieses Modell vorgestellt. Von 2000 bis 2002 wurden dann aber nur 415 Stück hergestellt, im Jahre 2004 noch einmal 9 Wagen.

Kooperation mit Chrysler

Nach den Fehlschlägen mit den Modellen 3105 und 3111 suchte GAS nunmehr die Kooperation mit westlichen Autoherstellern. 2008 begann dann die Produktion des Wolga Siber, der aus dem Chrysler Sebring entwickelt worden war. Der Wagen war aber in Russland kein Erfolg, bereits nach zwei Jahren wurde 2010 die Produktion wieder eingestellt.

Einstellung

Ursprünglich sollte der letzte PKW der Marke Wolga das Werk in Nischni Nowgorod Ende 2007 verlassen, um das Unternehmen voll auf Nutzfahrzeugproduktion zu spezialisieren, da es dort im hart umkämpften russischen Markt vor allem mit dem Kleintransporter „GAZelle“ sehr gut aufgestellt ist. Seit April 2006 verlautete jedoch seitens der Werksleitung, dass der Wolga „so lange weitergebaut werde, wie der Markt es braucht.“ Im Spätjahr 2010 wurde die Pkw-Herstellung der GAZ auf Grund gescheiterter Beziehungen zu Chrysler eingestellt.

Gegenwärtig bietet das Unternehmen keine Personenwagen mehr an. Es produziert aber weiterhin Kleintransporter, Lastkraftwagen, Busse und Baumaschinen.

Quelle: www.wikipedia.org